Astrid Zapf
Kurzbiographie:
70er
Jahre:
Erste Reden der Gattung "Verteidigungsrede" - gegen
drei Brüder.
80er Jahre:
Wissenschaftliche Texte, akademische Überzeugungsreden,
private Überzeugungslyrik. Pointierte Texte im Dienste von Unternehmensberatung
und Journalismus.
90er Jahre:
Pädagogische Grundsatzreden im 5- Personen-Haushalt.
Interdisziplinäre Tagungskonzeptionen. Es redeten miteinander Experten aus Medizin, Wirtschaft, Kultur und Politik.
2000 ff.:
Rhetorik in eigener Vortrags- und Schulungspraxis.
Theaterarbeit.
Ghostwriter.
Beratung rund um den guten Text und den überzeugenden Auftritt in Politik, Ökonomie, Kultur.
Das Institut "Rede & Antwort" liegt in der Metropolregion Nürnberg und strahlt aus in den gesamten Raum der deutschen Sprachkultur.
Website: www.rede-und-antwort.info
Welchen Redner bewundern Sie am meisten?
Aristoteles. Wissenschaftler, Redner, nachhaltiger Lehrer.
Ihre Lieblingsrede in der Geschichte?
Alfred Herrhausen: \"Um Freiheit und Offenheit\" , 1989
Welche Eigenschaften schätzen Sie an denen, für die Sie schreiben, am meisten?
Die Fähigkeit, zu vertrauen. Die Gelassenheit, sich beraten zu lassen. Die Weisheit, kompetente Dienstleistung gerne adaequat zu bezahlen.
Welche Eigenschaften schätzen Sie an einem Redenschreiber am meisten?
Die hochsensible Kombination von Intellekt - Phantasie - Bildung.
Für wen würden Sie gerne einmal eine Rede schreiben?
Für den Direktor zur Abiturfeier des Jüngsten meiner Kinder.
Gibt es Redner, für die Sie nicht schreiben würden?
Nein. Außer das persönliche Vorgespräch wäre gescheitert.
Wie sind Sie zum Redenschreiben gekommen?
Der Anspruch, gesprochenes und geschriebenes Wort sollte klar, ernsthaft und hinterfragbar sein, hat mich zur Faszination guter Formulierung geführt.
Beschreiben Sie Ihre Tätigkeit als Redenschreiber in einem Satz:
Ich denke mich in die Persönlichkeit des Redners, in den Anlass der Rede und in das Publikum hinein und gestalte daraus ein Unikat.
Wann ist für Sie eine Rede gelungen?
Redner und Auditorium haben Kontakt gefunden und nehmen aus der Rede etwas mit.
Warum würden Sie Menschen in verantwortungsvoller Position empfehlen, mit einem Redenschreiber zusammenzuarbeiten?
Es ist ja keine Schande, sich beraten zu lassen, sondern ein Zeichen von Souveränität.
Warum würden Sie einem jungen Menschen empfehlen, Redenschreiber zu werden?
Weil ich den jungen Menschen gut kenne und ihm vor meiner Empfehlung geraten habe, einige Reifejahre lang das Redenschreiben zuerst als Hobby zu entwickeln.
Warum würden Sie abraten?
Weil der junge Mensch leidenschaftlich davon traümt, Porschefahrer/in zu werden.
Der größte anzunehmende Unfall (GAU) für einen Redenschreiber?
Die Rede erzielt nicht ihre Wirkung; der Redenschreiber hätte aber die Chance gehabt, ernsthaft, gründlich, kreativ zu arbeiten. Das ist der GAU. Alle anderen anzunehmenden Unfälle sind längst nicht so schlimm.
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