Honorarempfehlung
Der VRdS empfiehlt folgende Preisstaffelung:
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Redezeit: |
Für Geschäfts- und Privatkunden: |
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10 Minuten |
700 € - 1.250 € |
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30 Minuten |
2.100 € - 3.750 € |
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45 Minuten |
3.150 € - 5.625 € |
Es gibt noch keinen fest etablierten Markt für das Redenschreiben. Deswegen gibt es auch keine durch Erfahrung und Gebrauch erhärtete Honorarstruktur.
Zugleich ist darauf hinzuweisen: werden von Seiten des Auftraggebers keine eindeutigen Vorgaben für die Redelänge gemacht, entsteht die Interessenlage für den Redenschreiber, die Rede in die Länge zu ziehen. Prinzipiell gilt jedoch: die kurze Rede ist der langen vorzuziehen. Deswegen wird empfohlen:
Auf der dargestellten Basis von Anfang an ein Festhonorar zu verabreden, das auch Nachbesserungen, Korrekturen und ähnliches mit umfasst. Auf diese Weise ist ein Höchstmaß an Kalkulationssicherheit für beide Seiten zu erreichen.
Dabei sollte gewichtet werden: der Preis einer Rede setzt sich aus drei Elementen zusammen:
A aus der Rede selbst
B aus der Bedeutung der Rede für den Redner
C aus der Qualität des Redenschreibers
Diese Faktoren machen etwa jeweils ein Drittel des Wertes einer Rede aus.
Zu Preisfaktor A: Rede - dazu gehören:
- Der Schwierigkeitsgrad der Rede. Je spezieller und "ausgefallener" der Redeinhalt ist, desto schwieriger wird sie. Relativ leicht zum Beispiel: Hochzeitsrede. Relativ schwierig: Rede zum Buchbinden mit Polyurethan.
- Länge der Rede. Dabei bitte beachten: keine vertraglichen Anreize geben, die im Ergebnis Ermutigung zur Verlängerung der Rede darstellen. Die Rede über 30 Minuten sollte die extreme Ausnahme sein.
- Länge der Vorbereitungszeit. Erfahrungswert: eine Redeminute erfordert im Schnitt eine Stunde Arbeit.
- Rechercheanteil. Je besser vorbereitetes Material der Auftraggeber dem Redenschreiber zustellt, desto preiswerter kann die Rede sein.
- Rechercheschwierigkeit. Muss der Redenschreiber außerhalb seines Arbeitsplatzes recherchieren, zum Beispiel in einer Universitätsbibliothek, wird die Rede teurer.
- Korrekturen. Veränderungen der Redesituation nach Fertigstellung des Manuskriptes verteuern die Rede.
- Beratungsanteil. Damit steigt der Wert der Rede, etwa durch Beratung über strategische Behandlung bestimmter Redegegenstände oder protokollarische Beratung, etwa bei der Anrede.
Zu Preisfaktor B: Bedeutung der Rede für den Redner
- Wiederholbarkeit der Rede bei ähnlichen Anlässen verteuert die Rede.
- Bedeutung der Rede. Eine Strategierede hat eine höhere Bedeutung als ein Grußwort, die Hauptrede eine höhere als ein Debattenbeitrag.
- Zahl der Zuhörer.
- Privater oder geschäftlicher Charakter der Rede.
- Position des Redners. Für eine Chefrede ist ein höheres Honorar angemessen als für die Rede eines Mitarbeiters.
Zu Preisfaktor C: Qualität des Redenschreibers
- Sie ergibt sich weitgehend aus Berufs- und Lebenserfahrungen.
- Ein Redenschreiber mit über fünfjähriger Berufserfahrung kann als erfahren,
- über 10 Jahre Berufserfahrung als sehr erfahren gelten.
Den oben gemachten Preisempfehlungen liegen darüber hinaus folgende Erfahrungswerte aus vergleichbaren Berufen vor:
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1. |
Unternehmensberater, die Tagessätze für Beratungsleistungen für kleine und mittelgroße Unternehmen liegen zur Zeit zwischen 1000 und 1800 Euro, das entspricht einem Stundensatz zwischen 125 und 225 Euro. |
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2. |
Honorarumfragen der deutschen Public Relations Gesellschaft weisen aus: die Stundensätze für die "PR-Chefberatung" liegen zwischen 125 und 240 Euro; für "PR-Juniorberater" zwischen 70 und 100 Euro. |
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3. |
Werbeagenturen. In deren "Etat-Kalkulator" wird ein Satz von 225 Euro pro Seite angegeben. |
Honorarempfehlungen für Gedichte
Der VRdS empfiehlt als Grundtarif für ein Gedicht - für Geschäfts- und Privatkunden - 100,00 € je Minute Redezeit bei einem Minimum-Satz von 500,00 €.
Dies gilt für ein Gedicht ohne besondere Schwierigkeiten bei angemessener Vorbereitungszeit (zwei Wochen oder mehr).
Die Schwierigkeiten des Reimens sind ziemlich unabhängig von der gestellten Thematik. Die Frage, ob ein Gedicht zu einer Hochzeit, einem Geburtstag, einem Jubiläum, einer Einweihung oder einem gänzlich anderen Anlass gewünscht wird, ist daher von untergeordneter Bedeutung. Die Schwierigkeiten nehmen aber rapide zu, je mehr Themen anzusprechen und zu verarbeiten sind, denn anders als bei einem Prosatext sind hierzu oft knappe, aber umso kunstvollere Überleitungen nötig. Dabei gilt auch hier: Kürze mit Würze ist einem in die Länge gezogenen Opus in jedem Falle vorzuziehen.
Preiserhöhende Faktoren sind:
- Zeitdruck (weniger als zwei Wochen): 25 - 100 %
- vom Auftraggeber nachgeschobene Änderungswünsche: bis 50 %
- sensibler Umgang mit heiklen Themen: 25 %
- schwierige Verknüpfung völlig unterschiedlicher Themen:
25 - 50 %
- Öffentlichkeit (z. B. Fernsehauftritt): nach Vereinbarung, mindestens 100 %
Beispiel für ein "einfaches" Gedicht ohne Zuschlag:
70. Geburtstag der Großmutter mit humorvoller Aufarbeitung ihres Lebens und ihrer Eigenheiten, Kinder, Enkel usw.
Beispiel für preiserhöhende Erschwernisse:
Das Gedicht zum Geburtstag der Großmutter muss in vier Tagen fertig sein. Großmutter ist dreimal geschieden, war erfolgreiche Direktorin eines Computer-Zulieferunternehmens, heute sind ihre prägenden Hobbys Tontaubenschießen und Bergsteigen im Himalaya.
Für die Preisbildung bei Gedichten sind neben Qualität und Fähigkeiten des Schreibers auch Zeitaufwand und nicht zuletzt die zumeist unabsehbaren Schwierigkeiten maßgebend, die ein Gedichtauftrag enthält.
Ein höherer Preis ergibt sich auch, wenn der Auftraggeber eine bestimmte Gedichtform (z. B. Limerick, Schüttelreim, Sonett usw.) wünscht.
Die vorgenannten Richtlinien berücksichtigen den Umstand, dass auch scheinbar leichte Aufgaben bei ihrer Umsetzung in wohlklingende Reime manchmal erhebliche Probleme bereiten. Das Risiko des hohen Zeitaufwands liegt in diesen Fällen allein beim Schreiber.
Im übrigen wird auf die preisbildenden Faktoren einer Rede in Prosa verwiesen.
Ansprechpartnerin:
Caroline Waldeck
Schatzmeisterin VRdS
Auf der Steinkaule 7
D-53639 Königswinter
Email: waldeck@vrds.de
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