Pressemitteilungen
Bundespräsident Köhler - frischer
Wind mit Mut
(15. Dezember 2006)
Nicht handlich, sondern mit Urteilskraft und Überzeugung
Ein Zwischenruf von Minita von Gagern
Der Bürger holt Luft. Und atmet nach langen Zeiten
der Beklemmung frei und tief durch. Was ist passiert?
Der Bundespräsident hat gesprochen. Kein Grußwort,
keine Ehrung, nichts Grundsätzliches zu Stimmung
und Moral im Lande, keine Festveranstaltung, keine
Weihnachtsansprache, nichts Völkerverbindendes,
nichts Herzerwärmendes.
„Nein“ hat er gesagt. Zum Verbraucherinformationsgesetz.
Zuvor schon zum Luftsicherheitsgesetz. Zum zweiten
Mal hat er sich rasant unbeliebt gemacht bei allen
Regierungstreibenden, die sich „ihren Bundeshorst“ handlicher
vorgestellt haben.
Er ist nicht handlich. Der Verdacht macht sich schon
länger breit. Er schielt nicht nach Sympathiepunkten
im Lager der Regierung – sonst würde er
doch die harte Arbeit der Regierung nicht so sinnlos
behindern! („Wir haben es uns nicht leicht gemacht……..!“)
Er hat auch sichtlich nicht die nächste Nominierung
im präsidialen Blick – sonst würde
er sich gefälliger präsentieren, so schwer
ist das doch nicht!
Er hat „nein“ gesagt aus persönlicher Überzeugung
und aus der Verantwortung seines Amtes.
Eine fröhliche Erleichterung macht sich breit
im Lande: An der Spitze unseres Staates steht ein Mensch
mit Urteilskraft und Überzeugungen und mit dem
Mut, sie zu äußern. Wir stimmen seinen Urteilen
keineswegs immer zu, und wir teilen nicht alle seine Überzeugungen – aber
wir genießen die saubere Luft von geistigem Anstand
und von machtpolitischer Unabhängigkeit.
Horst Köhler salbt die Wunden, die der Glaubwürdigkeit
und in deren Gefolge der Führungsfähigkeit
in unserm Land durch machtpolitisch gesteuertes Reden
und Handeln geschlagen worden sind.
Wie muffig kommt dagegen die aufgebrezelte Empörung
eines Regierungs-Kämpen daher, der das demokratische
Institutionengefüge durch Köhlers „Nein“ gefährdet
sieht. Wir verzeihen ihm gerne. Es muss sich nicht
jeder im Verfassungsrecht genau auskennen. Aber wir
hören ihm fortan nicht mehr zu. Denn aufgebrezelte
Empörung sind wir gewöhnt. Sie langweilt
und sie macht ein bisschen missmutig. Auch müde.
Zur Glaubwürdigkeit des künstlich Empörten
und der Sache für die er zu sprechen vorgibt trägt
sie nichts bei. Aufgebrezelte Empörung entwickelt
schon lange keine Führungskraft mehr. „Nein.“
Wie ebenso trostlos die erwartungsgemäße
Präsidentenverteidigung aus den Reihen der Oppsition!
Wird hier eine Überzeugung deutlich? Gar ein Mensch
mit Überzeugung? Nicht doch! Die F.D.P. könnte
genauso gut anders, hätte sie ein glücklicher
Zufall an die Regierung gespült.
„Sachzwangreduzierte Ehrlichkeit“ – diesen
schönen Begriff hat Dieter Hildebrandt für
solche und ähnliche Fälle bereit. Die „sachzwangreduzierte
Ehrlichkeit“ des politischen Redens als Spiegel
des politischen Handelns nagt seit Jahren an der Glaubwürdigkeit
unserer Demokratie.
Der Bundespräsident mag es als Einzelinstitution
leichter mit der Unabhängigkeit und der Integrität
des Redens und Handelns haben als die Regierenden.
Als Vorbild taugt er doch!
Minita von Gagern
Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS)
Präsidentin
0172-9788152
gagern@vrds.de

Zusammenarbeit zwischen VRdS und DPRG
(23.
Oktober 2006)
Sprache und Unternehmenskultur: Deutsche PR-Gesellschaft
und Verband der Redenschreiber arbeiten zusammen
(Berlin, 23. 11. 2006). Die Bedeutung der Rede als
Instrument der Kommunikation hervorzuheben und die
Sprache stärker in den Mittelpunkt der Public
Relations rücken - dieses Ziel verfolgen die Deutsche
Public Relations Gesellschaft (DPRG) und der Verband
der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) künftig
durch gemeinsame Projekte und Veranstaltungen. Ulrich
Nies, DPRG-Präsident: "Die Kooperation zwischen
unseren Verbänden ist nachhaltig angelegt. Sie
beruht gleichermaßen auf gemeinsamen Themeninteressen
wie wechselseitigem Vertrauen der Verbandsführungen." Minita
von Gagern, Präsidentin des Redenschreiber-Verbandes: "Nur
wer weiß, wie Sprache wirkt im Guten und im Schlechten,
kann sorgsam ihren Schatz bewahren, vermehren und nutzen."
Bereits im November gründen beide Verbände
den Arbeitskreis "Sprache und Unternehmenskultur" unter
der Leitung von Dr. Vazrik Bazil. Im Frühjahr
2007 werden auch die Ergebnisse einer Untersuchung
zur Wirkung von Sprache, Stimme und Körpersprache
vorliegen. Dazu haben VRdS und DPRG das renommierte
Meinungsforschungsinstitut Allensbach beauftragt.
KONTAKT:
Reinhard Artus (DPRG)
E-Mail: ArtusPR@aol.com
Tel. 0177/244 61 88
Alexander Ross (VRdS)
E-Mail: aross@aross.net
Tel. 0177/785 85 99

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