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Pressemitteilungen des VRdS
Mehr Inhalt, weniger Performance -
Redenschreiber rüsten
sich für Hauptversammlungen
(Bonn, 17. März
2009)
Anlässlich der anstehenden Hauptversammlungen
deutscher Unternehmen rät der Verband der Redenschreiber
deutscher Sprache (VRdS) den Konzernchefs, ihren Zuhörern
und Aktionären neben reinem Zahlenwerk vor allem
inhaltliche Botschaften zu vermitteln. „Die Glaubwürdigkeit
entsteht vielmehr als durch Zahlen durch eine gescheite
bewertende und motivierende Botschaft“, so VRdS-Präsidentin
Minita von Gagern.
Zwar müssten die gesetzlich
vorgeschriebenen Wirtschaftsdaten in den Reden der
Vorstandsvorsitzenden vorkommen, vielfach genügen
den versammelten Aktionären und Journalisten aber
Größenordnungen. „Mit möglichst
gewissenhaft aufgelisteten Zahlen bis zu sieben Stellen
nach dem Komma hoffen manche Redner Glaubwürdigkeitspunkte
sammeln zu können“, kritisiert Minita von
Gagern. Wichtiger sei es die Bilanzen und das Zahlenmaterial
mit Blicke auf die Unternehmenszukunft zu bewerten. „Darin
liegt ihre Führungsqualität.“
Bezüglich
der Inszenierung von Hauptversammlungen und Darstellung
der Konzernrepräsentanten warnt die VRdS-Präsidentin
vor zu viel „Performance“ und zu wenig
Inhalt. „Je gedankenreicher und gescheiter eine
Rede ist, desto weniger ist der Redner auf Gestik,
publikumswirksame Kleidung oder Wirkungsmomente außerhalb
der Rede angewiesen.“ Eine Studie, die der VRdS
in Zusammenarbeit mit der Deutschen Public Relations
Gesellschaft (DPRG) sowie dem Institut für Demoskopie
Allensbach und dem Institut für Publizistik der
Universität Mainz durchgeführt hatte, kam
zu dem Ergebnis, dass rhetorische Kompetenz und Körpersprache
nur bedingt über inhaltliche Schwächen hinwegtäuschen
können.
Daher sind auch die schlimmsten Fehler,
die Unternehmens- und Konzernleiter im Vorfeld ihrer
Hauptversammlung machen können, schlechte Vorbereitung
sowie unzureichende Kenntnisse des eigenen Unternehmens
oder der Stimmung unter den Aktionären. Solche
Details sind es, die von Redenschreibern erfragt werden,
bevor sie für einen Vorstandschef eine Rede zur
Hauptversammlung schreiben. „Eine Rede schreiben
lassen heißt auch den eigenen Vorstellungen neue
Erkenntnisse und Ideen hinzuzufügen“, so
Minita von Gagern. Dafür brauchen Redenschreiber
eine umfassende Allgemeinbildung und sprachliches Geschick.
Fachwissen oder intime Kenntnisse des Unternehmens
sind in der Regel nicht notwendig, ebenso wenig die
lokale Nähe zum Unternehmen.
Weitere Informationen:
Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS)
Claudius Kroker, Vorstand und Pressesprecher
Kapitelshofstr. 26
53229 Bonn
Telefon (0228) 4107721 |



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