Englische Sitten an Sachsens Schulen/Debattierclubs an zunächst 7 Modellschulen - Redekultur verbessern

Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus (18/2001 vom 2. April 2001):

Schülerinnen und Schüler an sächsischen Schulen sollen Gelegenheit bekommen, sich in der Kunst der freien Rede zu üben. Zunächst sollen fünf Gymnasien und zwei Mittelschulen ausgewählt werden, um dort in Arbeitsgemeinschaften Debattierclubs einzurichten. Nach einer Erprobungsphase soll das Angebot später allen sächsischen Schulen gemacht werden.

Sachsens Staatsminister für Kultus Dr. Matthias Rößler: "Demokratie kommt ohne die Fähigkeit, sich und seine Meinung verständlich zu machen nur schwer aus. Viele von uns in den neuen Bundesländern haben da Nachholbedarf. Frei reden, argumentieren, dem Gegenüber zuhören und auf ihn eingehen - all das muss man schon in der Schule üben."

Der Präsident des Verbandes der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) Thilo von Trotha hat Staatsminister Rößler die Unterstützung des Verbandes beim Aufbau von Debattierclubs nach englischem Vorbild an sächsischen Schulen zugesichert. Thilo von Trotha, dessen Verband auf diese Weise zur Verbesserung der Redekultur in Deutschland beitragen will: "Wer nicht reden kann, wird nicht gehört. Die Erfahrungen seit drei Jahren an vier Gymnasien in Weimar zeigen: Debattierclubs machen riesigen Spaß. Die Fähigkeit, zuhören zu können und mit Sachargumenten überzeugen zu können ist überall hilfreich - vor allem im Berufsleben."

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