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Zusammenfassung der Ergebnisse der
Marktforschung des VRDS:
- Reden vorbereiten und halten -
Es wurden die 500 größten deutschen Unternehmen
angeschrieben; 124 Unternehmen (=24,8%) beantworteten die Fragebögen
in vollem Umfang, weitere 4 (=1%) lehnen eine Beantwortung durch Antwortschreiben
ab. Die Untersuchung kann mit einem 90%igem Sicherheitsniveau ausgewertet
werden.
Die Befragung wurde Ende April bis Mitte Mai 2001 von Poncet Marketing
Partner in Bonn durchgeführt.
1. Reden in Unternehmen:
In fast allen Unternehmen werden öffentliche Reden gehalten.
2. Rede als Instrument:
Die Rede ist in der Mehrzahl der Unternehmen ein wichtiges Instrument
der PR-Arbeit bzw. ein Instrument zur unternehmenspolitischen Profilierung.
78% sehen dagegen in der Rede keine "bloße Konvention".
3. Anzahl der Reden:
Durchschnittlich werden 59 Reden in einem deutschen Großunternehmen
gehalten (32 von Vorständen, 27 von anderen Mitarbeitern des Hauses).
Die Spannbreite geht von 0-1000 Reden. In den 500 deutschen Großunternehmen
wurden insgesamt 29.500 Reden im vergangenen Jahr vorgetragen.
4. Durchschnittliche Dauer der Reden:
Rund 3/4 aller Reden dauern weniger als 30 Minuten; länger als
1 Stunde werden offenbar keine Reden in Großunternehmen gehalten.
5. Redeanlässe:
Die verschiedenen Redeanlässe (Bilanzpressekonferenzen, Jahresansprachen,
Führungskräfteversammlungen, Einweihungen, Jubiläen/Geburtstage,
Reden außerhalb des Unternehmens etc.) sind beinahe gleich verteilt
zwischen 14 und 18% in der Wertschätzung einzelner Unternehmen.
6. Vorbereitung der Rede:
90% aller Reden werden on board' (durch den Redner (36%) oder
eigene Mitarbeiter (54%)) verfasst. In 10% der Fälle sind Externe
in die Vorbereitung eingebunden.
7. Redenschreiben als Teilzeitjob:
Rund 2/3 aller Redenschreiber sind eher"Gelegenheitsschreiber",
gut jeder 4. Redenschreiber hat anderweitige, zusätzliche Aufgabenstellungen
und nur 6% sind mit der Vorbereitung von Reden fulltime' ausgelastet.
8. Zielgruppe für die Manuskripte:
Fast 50% aller Reden werden für den Vorstandsvorsitzenden verfasst,
44% für weitere Vorstandskollegen oder das Direktorium. 6% der
Redenmanuskripte entfallen auf Bereichs- und Abteilungsleitungen.
9. Briefing der Redenschreiber:
Der Redenschreiber wird in der Regel (51%) vom künftigen Redner
selbst gebrieft. In weiteren 38% der Fälle sind es der Vorstand
oder die PR-Abteilung, die diese Aufgabe übernehmen.
10. Einkauf der Dienstleistung Redenschreiben:
Die eine Hälfte der Befragten ( 51 %) würde Redenschreiben
extern einkaufen und dazu persönliche Empfehlungen von ihnen bekannter
Person nutzen oder direkt Journalisten bei Zeitungen/ Zeitschriften
ansprechen. Die andere Hälfte (49 %) glaubt, dass sich Externe
nicht gut genug in das Unternehmen hineinversetzen können oder
sie es einfach lieber sähen, wenn eigene Mitarbeiter mit einer
solchen Aufgabe betraut werden. Die Kosten für Externe scheinen
kein Hinderungsgrund für die Beauftragung einer Manuskripterstellung
zu sein.
11. Fremdsprache in Reden:
Fast 84% der Reden werden in Deutsch gehalten, 16% in Englisch. Die
anderen Sprachen sind vernachlässigenswert.
12. Ausbildung der Redenschreiber:
Eine wirtschaftswissenschaftliche bzw. eine journalistische/PR-Ausbildung
(27%/24%) bildet den fachlichen Hintergrund eines Redenschreibers. Bedeutsam
ist daneben die germanistische bzw. politische Vorbildung der Ghostwriter
mit 18%. Jura (8%), Naturwissenschaften (6%), Historiker (5%), sonstige
Geisteswissenschaften (4%) sind von untergeordneter Bedeutung.
13. Entlohnung der Redenschreiber:
Das Jahresgehalt angestellter Redenschreiber liegt durchschnittlich
bei 120 TDM brutto, die Spannbreite zwischen 60 TDM und 250 TDM Jahresgehalt
(Antwortbasis 36 Unternehmen!).
Wie externe Redenschreiber entlohnt werden, ist dagegen statistisch
durch die geringe Zahl der Antworten nicht abgesichert zu ermitteln.
Anhaltspunkte: Festhonorar für eine etwa 30-minütige Rede
ca. 2250,- DM je Rede, bzw. Tageshonorar rund 1270,- DM.
14. Anstellung von Redenschreibern:
9% der befragten Unternehmen signalisieren einen Bedarf an externen
Redenschreibern, weitere 2% wollen Redenschreiber demnächst einstellen.
| 15. Statistische Angaben: |
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15.1
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2/3 der befragten deutschen Großunternehmen entstammt dem
Dienstleistungssektor, darunter insbesondere Banken und Versicherungen.
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15.2
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Größe des Unternehmens (Anzahl der Mitarbeiter): 84%
der Unternehmen haben mehr als 1000 Mitarbeiter, 58% sogar mehr
als 5000.
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15.3
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Ursprung der befragten Mitarbeiter: Schwerpunkte sind PR (23%),
Kommunikation (22%) und Personalabteilung (16%).
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15.4
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Funktion der Befragten: vom Referenten bis zum Vorstandsmitglied.
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15.5
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Durchschnittsalter der Befragten: 42 Jahre (Spanne von 25-62
Jahre), Schwerpunkt 30-39 Jahre.
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15.6
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77% der Beantworter sind männlich.
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