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Friedhelm Franken (Bonn)

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... ist Journalist, Publizist und Redenberater in
Bonn.
Nach Studium der Germanistik, Philosophie und politischen
Wissenschaft trat er 1967 in das Presse- und Informationsamt
der Bundesregierung (BPA) ein. Zunächst stellvertretender
Chefredakteur des "Bulletin", koordinierte
er ab 1972 die Öffentlichkeitsarbeit des BPA
und der Bundesministerien.
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1974 übernahm er interimistisch die Leitung der
Redenschreibergruppe "Schreibstube") des Bundeskanzleramts.
1984 diente er - zur Vorbereitung und Durchführung
des 150. Firmenjubiläums - der Bertelsmann
AG zwei Jahre lang als Vorstandsredenschreiber
und Leiter "Medien- und Gesellschaftspolitik".
1986 gründete er die "Management- und Kommunikationsberatung
Friedhelm Franken" (www.ManagementberatungFranken.de)
und entwickelte für die Verlagsgruppe Norman Rentrop
das Konzept des "Reden-Beraters" (www.redenberater.de),
dessen Chefredakteur er bis heute ist. Dem Loseblattwerk
folgten 1989 "Der Reden-Berater POLITIK"
(zusammen mit Michael Engelhard und Thilo von Trotha) und
das Buch"Repräsentanten der Republik. Die "Reden
der deutschen Bundespräsidenten". 1993 begründete
er mit dem Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG (www.vnr.de)
den CICERO-Rednerpreis (www.cicero-rednerpreis.de).
Gemeinsam Andreas Franken (Sohn) und Susanne Krechel gründete
er 2001 die Akademie für Management-Kommunikation und
Redenschreiben (www.Management-Kommunikation.de).
Welchen Redner bewundern Sie am meisten?
Redenschreiber: Michael Engelhard. Redner: Martin Luther
King.
Ihre Lieblingsrede in der Geschichte?
King: "I have a dream".
Für welche Persönlichkeit würden Sie
gerne einmal eine Rede schreiben?
Für den Papst.
Wie definieren Sie in einem Satz Kommunikation?
Worte statt Waffen
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Redenschreiber
am meisten?
(Sprach-)Müllvermeidung.
Welche Eigenschaften schätzen Sie an denen, für
die Sie schreiben, am meisten?
Humor und Kürze.
Warum würden Sie Menschen in verantwortlicher Position
empfehlen, mit einem Redenschreiber zu arbeiten?
Eine Herzoperation lässt jeder vom Spezialisten
machen und versucht sich nicht selbst daran. Warum beim
Reden "stümpern"?
Warum würden Sie einem jungen Menschen empfehlen,
Redenschreiber zu werden?
Kommunikation ist eine Schlüsselqualifikation in der
Mediengesellschaft. Auch als Sprungbrett an die Spitze.
Für jeden - den jungen Redenschreiber eingeschlossen.
Beschreiben Sie Ihre Tätigkeit als Redenschreiber
in einem Satz:
Aussagen und Gedanken in Worte fassen, die zum jeweiligen
Redner passen und der Zielgruppe Inhalte vermitteln in einer
Weise, dass ihnen das Zuhören Spaß macht.
Wann ist für Sie eine Rede gelungen?
Wenn ich bedaure, dass sie scheinbar so schnell zu Ende
ist.
Warum würden Sie Menschen in verantwortungsvoller
Position empfehlen, mit einem Redenschreiber zusammenzuarbeiten?
Redenschreiber sind wie Kommunikationsberater eine Art
Kontrollinstanz - bevor Redner sich ihrem Publikum zuwenden.
Das hat sich bei allen Arten von Kommunikation (Konzeption,
Pressearbeit, Publikationen, Investor Relations) bewährt.
Warum würden Sie einem jungen Menschen empfehlen,
Redenschreiber zu werden?
Würde ich nicht. Berufliche ad-hoc-Empfehlungen
berücksichtigen weder die individuellen Voraussetzungen
des Nachwuchses noch die Komplexität der Berufsfelder.
Beschreiben Sie die Tätigkeit eines Redenschreibers
bitte in einem Satz.
Anderen Menschen seinen Verstand leihen, seinen Witz, seine
Zeit - und sein Herz.
Der "größte anzunehmende Unfall"
für einen Redenschreiber?
Der Redenschreiber sollte sich als "Redenberater"
verstehen, und die Komplexität des Kommunikationsprozesses
beherrschen. Wird der Ort falsch gewählt, die Zeit
oder das Licht, oder sind Sprache, Duktus und Gestus dem
Anlass nicht angemessen, steht der Redner vor dem GAU. Und
der Redenschreiber auch.
Für wen würden Sie nie schreiben?
Für Demagogen, für Menschen ohne Ethos - und für
Menschen ohne Humor.
Friedhelm Franken
Am Botanischen Garten 16
53115 Bonn
Telefon 0228 65 32 32
Telefax 0228 65 98 46
e-mail:
F.Franken@ManagementberatungFranken.de
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