Nach
dreißig Jahren im bunten Rock des Soldaten,
nach sechs Jahren im Marketing einer High-Tech-Firma
und nach 15 Jahren als Geschäftsführer
und Vorsitzender einer großen sozialen Einrichtung
habe ich nun mehr Zeit, mein Hobby zu pflegen: das
Schreiben von Reden und Gedichten sowie das Erarbeiten
von Präsentationen.
Mit besonderer Vorliebe schreibe ich kurze und längere
Reden in ironischen, humorvollen Versen.
Ich habe keinen Favoriten. Mir gefallen
oder gefielen Helmut Schmidt, und
Franz-Josef Strauß.
Ihre Lieblingsrede in der Geschichte?
Martin Luther King: "I have a dream" und
Marc Anton: "Und Brutus ist ein
ehrenwerter Mann"
Welche Eigenschaften schätzen
Sie an denen, für die Sie schreiben, am meisten?
Offenheit, Klarheit, Humor und die Fähigkeit
zu lernen.
Welche Eigenschaften schätzen
Sie an einem Redenschreiber am meisten?
Anpassungsfähigkeit, Selbstbewusstsein
und Geduld.
Für wen würden Sie gerne
einmal eine Rede schreiben?
Für eine alleinerziehende Hartz
IV-Empfängerin, zu halten vor dem Bundestag.
Gibt es Redner, für die Sie
nicht schreiben würden?
Sicher! Für Menschenverächter
und für Rechtsradikale könnte ich nicht schreiben,
für Demagogen nur bedingt.
Wie sind Sie zum Redenschreiben
gekommen?
Durch die Trauer-, Jubiläums-, Bütten-
und Motivatonsreden, die ich für mich selbst in verschiedenen
Führungsfunktionen erarbeiten musste, durch die Anfrage
von Freunden und Bekannten und mehr und mehr durch Anfragen über
das Internet.
Beschreiben Sie Ihre Tätigkeit
als Redenschreiber in einem Satz:
Das Thema nach gründlichen Recherchen,
an Auftraggeber und Auditorium orientiert, knapp, treffend,
in bildhafter Sprache aufbereiten, wo immer möglich
mit Witz und Humor gewürzt.
Wann ist für Sie eine Rede
gelungen?
Wenn sie bewirkt, was sie sollte, wenn
der Redner zufrieden und die Zuhörer begeistert sind.
Warum würden Sie Menschen in
verantwortungsvoller Position empfehlen, mit einem Redenschreiber
zusammenzuarbeiten?
Weil sie Ihren Kopf für Arbeiten
und Gedanken freihalten sollten, die wichtiger und weniger
zeitraubend sind.
Warum würden Sie einem jungen
Menschen empfehlen, Redenschreiber
zu werden?
Weil er gezwungen wird, verschiedene und
interessante Themen gründlich aufzubereiten, weil
er damit auch ohne Mandat oder Führungsposition Einflass
nehmen kann, weil er bedeutende Menschen kennen lernt.
Warum würden Sie abraten?
Jemandem, der erkennbar Talent hat, würde
ich keinesfalls abraten.
Der größte anzunehmende
Unfall (GAU) für einen Redenschreiber?
Wenn er mit einer Formulierung oder mit
der Rede im Ganzen das Gegenteil ihrer Zielsetzung erreicht.
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