Ghostportraitdes Monats

Jacqueline Schäfer

 

Kurzbio:
Geb. 1965 in Gießen, aufgewachsen
in Bonn

Grundstudium der Rechtswissenschaften in Bonn

Volontariat bei der PASSAUER NEUEN PRESSE

Redakteurin bei der Tageszeitung DIE WELT in Bonn (Nachrichten/Außenpolitik)

Feste freie Chefin vom Dienst, Korrespondentin und Reporterin im Parlamentsstudio von Deutsche Welle tv in Bonn, später Berlin

Redenschreiberin und Verantwortliche für Kommunikationsprojekte beim Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA) in Berlin

Freiberufliche Autorin, Journalistin, Redenschreiberin und Unternehmens-/Politikberaterin in Berlin. Ghostwriting von Sachbüchern und Biografien

jacqueline.schaefer@mietautor.de

Welchen Redner bewundern Sie am meisten?

Alle, die sich auch zu sagen trauen, worauf es ankommt und die nicht nur das sagen, was ankommt.


Ihre Lieblingsrede in der Geschichte?

Die Bergpredigt.


Welche Eigenschaften schätzen Sie an denen, für die Sie schreiben, am meisten?

Dass sie mir Vertrauen und Respekt entgegenbringen und verstehen, dass gute Vorgespräche notwendig sind.


Welche Eigenschaften schätzen Sie an einem Redenschreiber am meisten?

Überdurchschnittliches Einfühlungsvermögen, sehr gute Allgemeinbildung, Uneitelkeit und Sprachgefühl.


Für wen würden Sie gerne einmal eine Rede schreiben?

Für jemanden, der es sich nicht zutraut, zu reden, obwohl er etwas zu sagen hat.


Gibt es Redner, für die Sie nicht schreiben würden, oder Redethemen,
die Sie ablehnen?

1. Redner, die verfassungsfeindliche und menschenverachtende Thesen verteten.

2. Wenn es sich im Vorgespräch herausstellt, dass Redenschreiber und Redner
keinen Draht zueinander finden.


Wie sind Sie zum Redenschreiben gekommen?

Ich wollte weiter über Reden schreiben, aber wurde von meinem späteren Arbeitgeber dazu überredet, selber Reden zu schreiben.


Beschreiben Sie Ihre Tätigkeit als Redenschreiber in einem Satz:

Hineindenken und -fühlen in Themen, Redner und Publikum und dann Botschaften entwickeln, die dem Redner abgenommen werden und die einen komplizierten Sachverhalt mit einfachen Worten beschreiben.


Wann ist für Sie eine Rede gelungen?

Wenn sie nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Weiterdenken anregt.


Warum würden Sie Menschen in verantwortungsvoller Position empfehlen,
mit einem Redenschreiber zusammenzuarbeiten?

Reden sind Instrumente der Führung. Sie tragen dazu bei, wie ein Mensch bzw. das, was er repräsentiert, wahrgenommen wird. Ein professioneller Redenschreiber hilft, die richtigen Worte zu finden - auch deshalb, weil ihm immer der Blick von außen möglich ist.


Warum würden Sie einem jungen Menschen empfehlen, Redenschreiber zu werden?

Weil jede Rede andere Anforderungen an den Redenschreiber stellt und Einblicke gewährt werden, die sonst nicht möglich sind.


Warum würden Sie abraten?

Wer zu zurückhaltend ist, wird es auf dem freien Markt schwer haben, Aufträge zu erhalten, wer nicht zurückhaltend genug ist, wird damit zu kämpfen haben, dass andere den Applaus für die Rede bekommen.


Der größte anzunehmende Unfall (GAU) für einen Redenschreiber?

Der Redner muss wegen der Rede zurücktreten.




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