Ghostportraitdes Monats

Urs Christian Koenig

H.G. von Rantzau

Studium der BWL an der Universität Bayreuth, Studium Kulturmanagement in der FernUniversität Hagen (Dipl-Kfm. und Dipl.-Kult. Man.), Autor sowie Radio-
und Eventmoderator, Studienleiter und Coach an
einer Business School, Heute:

  1. Think Tank und Texter/Konzeptioner für Unternehmen & Geschäftsführer/Manager der freien Wirtschaft,
  2. Berater in managerialen/sozialen Themenfeldern für Non-Profit-Organisationen

Neben Texten aller Art bildet die humoristische Rede zu geselligen Anlässen, meist in Form des wohlklingenden Gedichts, einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit.

Welchen Redner bewundern Sie am meisten?

Hans-Olaf Henkel


Ihre Lieblingsrede in der Geschichte?

Aufgrund ihrer Bedeutung in jüngster Vergangenheit die Rede von Barack Obama zur Nobelpreisverleihung...ansonsten auch künstlerisch/sprachlich "schöne" bzw. "wertvolle" Reden...aber auch Reden und Situationen, die eher "untypisch" sind, wie z.B. Motivationsreden bzw. -ansprachen im professionellen Sport (d.h. "Coach-Team" oder "Coach-Sportler")...z.B. Klinsmann bei der WM 2006...auch diese Reden müssen sich einer "höhere" bzw. strategisch/psychologisch fundierten "Meta-Ebene" bedienen.


Welche Eigenschaften schätzen Sie an denen, für die Sie schreiben, am meisten?

Zuverlässigkeit, Sinn für Sprache, klare Ziele, Motivation zur tringenten Eibindung des Schreibers


Welche Eigenschaften schätzen Sie an einem Redenschreiber am meisten?

Empathie, Wortgewandtheit, Bescheidenheit, Zielorientierung, Zuverlässigkeit, Diskretion und professionelles Verhalten in jeder Situation


Für wen würden Sie gerne einmal eine Rede schreiben?

Hans-Olaf Henkel, Otto Rehhagel


Gibt es Redner, für die Sie nicht schreiben würden, oder Redethemen,
die Sie ablehnen?

Reden, die hinsichtlich der Botschaft, welche kommuniziert werden soll, und der tatsächlichen Ziele des Redners kein stimmiges Fassungsverhältnis aufweisen - also das Publikum in die Irre führen sollen...


Wie sind Sie zum Redenschreiben gekommen?

...über Autoren- und Moderationstätigkeiten im Rundfunk gepaart mit einem BWL- und Kulturmanagementstudium


Beschreiben Sie Ihre Tätigkeit als Redenschreiber in einem Satz:

Ich transportiere Ideen sowie wirkungsvolle Worte und Bilder zuerst zu meinem Kunden und dann indirekt in das jeweilige Zielpublikum hinein.


Wann ist für Sie eine Rede gelungen?

...wenn alle Ziele (d.h. die des Redners/Kunden) erreicht sind und darüber hinaus Information und Emotion gleichermaßen positiv transportiert wurden.


Warum würden Sie Menschen in verantwortungsvoller Position empfehlen, mit einem Redenschreiber zusammenzuarbeiten?

Weil guter Rat und eine durch Profis "gepimpte" Rede eine richtig gute Investition sind.


Warum würden Sie einem jungen Menschen empfehlen, Redenschreiber zu werden?

Ich denke, man muss wirklich wissen, dass dies die eigene Berufung bzw. berufliche Leidenschaft ist bzw. sein kann. Diese Fragestellung ist - denke ich - dem Berufsziel Autor (z.B. für Sachbücher und Belletristik) eehr ähnlich...professionelles Schreiben heißt kontinuierlich up-to-date und (in positiver Hinsicht) leidensfähig sein. Es gibt aber kaum eine größere Zufriedenheit als zu dem Zeitpunkt, wenn das\"Werk vollbracht" ist.


Warum würden Sie abraten?

Wenn es mehr eine Laune der jeweiligen Person ist. Redenschreiben baut nicht nur auf einer guten Schreibe auf, sondern auch auf (meist) interdisziplinärem Wissen, das es zu transferieren gilt (also in das zu "sprechende" Werk und zum Redner). Redner und Schreiber bilden im Idealfall ein Team, bei dem beide jeweils Spezialisten sind.


Der größte anzunehmende Unfall (GAU) für einen Redenschreiber?

Wenn die Rede und der Redner nicht beim Publikum ankommen (bzw. sogar negative Wirkungen eintreten, wie z.B. Reaktanz)...der Empfänger der Botschaft entscheidet letztendlich über deren Aussage und Wirkung und nicht alleine der Redner. Deshalb ist es häufig auch so wichtig, Redner und Rede - also beide - im Vorfeld "als Einheit zu betreuen".




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