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Kongress Sprache und Menschenbild


Teilnehmer, Sponsoren und Hintergrund



Der Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) veranstaltet am 27. Oktober 2005 einen Kongress zum Thema „Sprache und Menschenbild".

  1. Die Schirmherrschaft hat Bundestagspräsident Wolfgang Thierse übernommen. Der eintägige Kongress findet in der Parlamentarischen Gesellschaft neben dem Reichstag in Berlin statt.

  2. Es werden bundesweit Spitzenleute eingeladen. Der Kreis der Teilnehmer dürfte aber die Zahl von 100 bis 150 nicht überschreiten. Zusagen liegen vor von Minister Schönbohm (Land Brandenburg), Professor Ueding (Tübingen), Generalkonsul a. D. Michael Engelhard (Redenschreiber früherer Bundespräsidenten), MdB von Weizsäcker sowie Holger Jung (Chef der Werbeagentur Jung von Matt und Erfinder des Slogans „Geiz ist geil"). Die abschließende Diskussionsrunde am Nachmittag moderiert Heike Schmoll, Redakteurin und Kommentatorin der FAZ sowie der Intendant des DeutschlandRadios Ernst Elitz.

  3. Rainer Maria Rilke hat über die Wechselbeziehung des Zeitgeistes auf die Architektur und der Architektur auf das Lebensgefühl der Menschen geschrieben. Noch viel stärker ist die prägende Kraft der Sprache auf das Selbstverständnis ihrer Benutzer. Das Kongressthema „Sprache und Menschenbild" berührt die Neudefinition der „Menschenwürde" des Artikel 1 GG ebenso wie die Sozialstaatsdebatte und reicht bis zur Abgrenzung unserer Sprache von fremden Einflüssen.

  4. Die Sprache des Menschen enthüllt zu allen Zeiten sein Welt- und Menschenbild. Wie steht es um unsere Sprache heute? Unserer Demokratie liegt das Menschenbild der ‚frei entfalteten Persönlichkeit’ zu Grunde: eine Persönlichkeit ist aber nur dann wirklich frei, wenn sie ihre eigene Sprache spricht.

  5. Ist die Sprache, die wir sprechen und schreiben, zu der wir erziehen, der Spiegel eines Menschenbildes, das auf ‚die frei entfaltete Persönlichkeit’ zielt. Orientieren wir unsere Spracheerziehung an diesem Menschenbild? Und wenn nicht, warum nicht? Wohin führt es, wenn irrationale Begehrlichkeiten, Launen und Moden, Vorurteile und Ängste, Wirtschafts- und Machtinteressen unsere Sprache prägen? Was bedeutet das für unser Bildungssystem, für unsere Demokratie, für unsere Freiheit?

  6. Sprechen wir noch eine menschliche Sprache? Erziehen wir noch unsere Kinder zu einer menschlichen Sprache? Ohne eine eigene Sprache kann man auch nicht mit seinem eigenen Kopf denken. Wenn die Sprache verlottert, versiegt die Kreativität.

  7. Auf diese Fragen versucht der Kongress eine Antwort zu finden. Wo können wir sicher stehen, wenn wir unserer Sprache nicht gewiss sind? Reichen unsere Gedanken weiter als unsere Sprachfähigkeiten? Existentielle Fragen, die alle angehen, die Verantwortung für die Gesellschaft tragen. Wissenschaftler, Politiker, Ökonomen und Erzieher. An diesen Personenkreis richten wir uns.

  8. Wir danken der Parlamentarischen Gesellschaft, der „guten Stube" der Bundestagsabgeordneten dafür, dass sie uns ihre Tore öffnet.

  9. Sponsoren des Kongresses sind:
  • Bayerische Landesbank, München
  • RAG, Essen
  • Verlag für die deutsche Wirtschaft AG (VNR), Bonn

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06.07.2005
 
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